Nach der Reise ist vor der Reise

War man 6 Monate, ein Jahr oder sogar noch länger auf einer Reise, so hat sich das Bewusstsein für die Zeit gewandelt. Auf einer Weltreise ticken die Uhren anders, man lebt in den Tag hinein und lässt Entscheidungen und die nächsten Schritte einfach auf sich zukommen. Kein Chef, keine Familienmitglieder und kein Vater Staat gibt die Regeln des täglichen Lebens vor. So ist eine Reise um die Welt mit einer gewissen Selbstbestimmtheit verbunden, die im Alltag nicht möglich ist. Nicht jeder kommt mit der Verantwortung zurecht, und fühlt sich bei den ständig neu zu treffenden Entscheidungen und eintretenden Situationen nicht wirklich wohl.

Bereits vor Ende der Weltreise wandelt sich das Bewusstsein für Zeit wieder, denn bereits bevor man zu Hause ankommt, sind einige Dinge zu regeln: Eventuell muss sich bereits von unterwegs um eine neue Wohnung und um einen neuen Job gekümmert werden. Und / oder eine vorläufige Übernachtungsmöglichkeit. Man macht sich automatisch um die Dinge des Lebens, die man wieder benötigt: Telefonanschluss, Versicherungen, Auto, und und und… So endet die Reise oftmals, bevor man die Grenze zum Heimatland überhaupt überschritten hat.

© Dieter Schütz / pixelio.de

Ist man dann zu Hause und im Alltag wieder angelangt, tritt oftmals eine Schwermütigkeit ein. Man hängt der guten Zeit nach, und erinnert sich vornehmlich an die schönsten Tage während der Reise. Und schon wird die nächste Reise geplant…